Selbstreport WMC Rheinland Westfalen und Euregio                                                  

Selbstverständnis und Identität des WMC Rheinland Westfalen und Euregio

Das WMC Rheinland Westfalen und Euregio versteht sich als Anbieter von Fort- und Weiterbildungen, die sich schwerpunktmäßig an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus psychosozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern wenden: ambulante Kinder- und Jugendhilfe, Institutionen der psychiatrischen Versorgung, Seelsorge, Erwachsenenbildung, Familien- und Erziehungsberatung, Suchthilfe, Schuldnerberatung etc. Das Weiterbildungsprogramm richtet sich an PraktikerInnen, die sich in schwierigen (humanistischen) Arbeitskontexten behaupten müssen und hierfür entsprechende Handlungsstrategien benötigen. Mehrjährige Praxiserfahrung ist erwünscht. Der eigene Tätigkeitsbereich sollte zugleich das Praxisfeld für die Arbeit mit Systemen enthalten.

Das systemisch-konstruktivistische Paradigma und die humanistische Ethik in der Tradition des Wenger Mühle Centrums bilden hierbei die handlungsleitende Orientierung: Lösungsorientierte Haltung in der Kombination und Ergänzung mit wachstumsorientierter Haltung sind hierbei die Basis. Aspekte der Handlungsorientierung kommen in der Weiterbildung und in der Praxis systemischer Beratung zur Anwendung u. a. in Klötzchenskulpturen nach Wnuk/Wnuk-Gette, spezifische Aufstellungen und Visualisierungen. (siehe auch Gisal Wnuk-Gette, Werner Wnuk: Systemisch-integrative Familientherapie/-beratung in sozialen Diensten in System Familie 1997, 10 Seite 81-87) Diese handlungsleitenden Orientierungen werden ergänzt durch hypnosystemische und neuropsychotherapeutische Ansätze.

Vor dem Hintergrund systemisch orientierter Beratung und Sozialarbeit bieten wir Anregungen, die ausgetrampelten Pfade (mehr desselben) dort zu verlassen, wo sie nicht zu den gewünschten Erfolgen führen, um zu anderen Handlungsoptionen – mit anderen Ergebnissen – zu kommen. Neben der Vermittlung einer (system-)theoretischen Basis vermitteln wir langjährig praxiserprobte Methoden und Techniken und laden die TeilnehmerInnen zu neuen Perspektiven ein. Das Ausprobieren neuer Erkenntnisse in Simulationen in Verbindung mit Selbsterfahrung sehen wir als ein zentrales didaktisches Moment.

Über das Experimentieren mit den neuen Erkenntnissen in der (Sozial-) Arbeit mit realen Systemen (Einzelpersonen, Gruppen, Familien) wird praxisnahes Lernen bereits während der Weiterbildung sichergestellt.

Kursblöcke, begleitende Supervision und Peergruppenarbeit bieten die Möglichkeit der professionellen Reflexion, der Beantwortung von Fragen, die erst in der Praxis deutlich werden, die Korrektur von Techniken und damit die Optimierung einer am Arbeitsalltag orientierten Lernerfahrung.

Wir übernehmen Verantwortung als DGSF-Mitgliedsorganisation, indem wir in verbandsinternen Gremien und Arbeitsgruppen aktiv sind. 

Unser Anspruch

Unsere Angebote stellen eine Annäherung an unsere Vision dar: unsere Leitidee ist die Konzeption von Qualifizierungsmaßnahmen, die nicht nur in der unterstützenden Arbeit mit Menschen in einem speziellen Beratungssetting (intentionale Beratung) nützlich sind. Vielmehr ist es unser besonderes Anliegen, Praktikerinnen, die in Arbeitsbereichen (z. B. Heime, Jugendamt, ARGE, SPFH …), in denen häufig nicht nur helfende, sondern auch kontrollierende Anforderungen gestellt werden (funktionale Beratung), hilfreiche Perspektiven und Techniken und brauchbares Handwerkszeug zu vermitteln. Und wir möchten sie unterstützen in der Entwicklung und Erweiterung ihrer ganz eigenen Kompetenzen und in ihrer Berater- und Therapeutenpersönlichkeit. 

Unsere Berufserfahrung

Zahlreiche Rückmeldungen unserer WeiterbildungsteilnehmerInnen haben uns bestätigt, wovon wir selbst zutiefst überzeugt sind: Wir wissen, was wir tun und worauf es ankommt, wenn man in anspruchsvollen Beratungskontexten erfolgreich arbeiten möchte.

Unsere methodische Kompetenz und unser Fachwissen haben wir während unserer langjährigen Berufstätigkeit in sehr unterschiedlichen Arbeitskontexten erworben:

  • Ambulante und stationäre Suchthilfe
  • Jugendamt, ambulante und stationäre Jugendhilfe/Heim
  • SPFH / Flexible Familienhilfen
  • Jugend- und Erwachsenenbildung
  • Freie Praxis für Paar- und Familientherapie, Supervision und Organisationsberatung
  • Schule
  • Erziehungsberatung und Elterncoaching

Personelle Ausstattung 

Instituteteam

Hans Räbiger-Stratmann, Institutsleitung, Dipl.-Sozialpädagoge/Psychotherapie
Sozialtherapeut psychoanalytisch orientiert GVS, Weiterbildung in Klinischer Hypnose und Hypnotherapie bei der MEG, Systemischer Therapeut/ Familientherapeut DGSF, Systemischer Supervisor DGSF, Lehrender für Systemische Beratung DGSF, Lehrtherapeut für Systemische Therapie DGSF, Lehrender für Systemische Supervision DGSF, VDR Anerkennung als Suchttherapeut (psychoanalytisch orientiert, GVS) für Medizinische Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen.

Bis März 2016 Abteilungsleiter des Suchthilfe BIZ – Beratungs- und Informationszentrum der NeanderDiakonie GmbH.

Isabel Erven, Dipl.-Sozialpädagogin
Freizeit- und Erlebnispädagogin, Systemische Beraterin (DGSF)
Systemische Therapeutin / Familientherapeutin (DGSF), Systemi-scher Coach und Supervisorin DGSF, B.A.S.E.® – Gruppenleiterin

Bis 2013 Mitarbeiterin im Suchthilfe BIZ der NeanderDiakonie GmbH im Bereich Suchtberatung, Suchtvorbeugung, Koordinatorin für das Ambulante Betreute Wohnen; davor Offene Jugendarbeit und Freizeit- und Erlebnispädagogik; freiberufliche Supervision, Coaching, Teamentwicklung; ab 2014 Leitung der Ambulanten Erzieherischen Hilfen beim Diakonischen Werk des Kirchenkreises Solingen. Ab Oktober 2018 Bereichsleitung bei der Graf Recke Stiftung für den Familien unterstützenden Dienst.

Marion Poganiuch, Erzieherin, Systemische Therapeutin/Familientherapeutin DGSF, Systemische Beraterin DGSF, Systemische Supervisorin DGSF, Systemischer Coach DGSF, Mediatorin Forum Demokratie

Berufserfahrung in der Familien-, Team- und Fachberatung in sozialen und wirtschaftlichen Arbeitsfeldern und als Koordinatorin in leitender Funktion.

Seit 2012 freiberufliche Tätigkeit als Coach, Systemische Therapeutin und Supervisorin.

Räumliche Gegebenheiten 

Das Büro des WMC Rheinland befindet sich in Solingen. Das Büro verfügt über die übliche technische und Kommunikationsausstattung nebst Gesprächsmöglichkeit, Bibliothek etc.
Für die Weiterbildungen, die ohne Kooperationspartner durchgeführt werden, besteht eine Kooperation mit der www.hasensprungmuehle.de.
Für die Durchführung stehen sehr schöne und funktionale Räume zur Verfügung in denen alle Medien für die Kursgestaltung genutzt werden können. Die Häuser bieten für Kleingruppenarbeit weiter zahlreiche Möglichkeiten. Die TeilnehmerInnen sind in Einzelzimmern untergebracht. Die Einrichtungen bieten Vollverpflegung.
Über die selbst organisierten und angebotenen Weiterbildungen hinaus besteht eine Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern (siehe Punkt 8.), die für das entsprechende Raumangebot Sorge tragen:

Angaben zu den Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen 

Die Weiterbildungen des WMC Rheinland Westfalen und Euregio erfolgen nach den DGSF anerkannten Curricula. 

Kontinuität der Weiterbildungsgänge und der Fortbildungsangebote

Das WMC Rheinland führt(e) bisher die folgenden Weiterbildungen durch:

Weiterbildung in Systemischer Beratung und Familienberatung
1999 – 2001                    1. Weiterbildung in der Akademie Remscheid
2000 – 2003                    2. Weiterbildung in Kooperation mit den Kaiserswerther Seminaren
2001 – 2003                    3. Weiterbildung in Kooperation mit den Kaiserswerther Seminaren
2002 – 2004                    4. Weiterbildung in Kooperation mit der Kath. Fachhochschule Aachen
2003 – 2005                    5. Weiterbildung in Kooperation mit der Kath. Fachhochschule Aachen
2003 – 2005                    6. Weiterbildung in der Akademie Remscheid
2005 – 2008                    7. Weiterbildung in der Akademie Remscheid
2007 – 2010                    8. Weiterbildung in der Akademie Remscheid
2008 – 2011                    9. Weiterbildung in der Akademie Remscheid
2009 – 2011                  10. Weiterbildung in Kooperation mit dem DRK Bildungswerk Kreis Borken
2011 – 2013                  12. Weiterbildung in der Akademie Remscheid
2013 – 2015                  13. Weiterbildung in Kooperation mit dem DRK Bildungswerk Kreis Borken
2013 – 2015                  14. Weiterbildung in der Hasensprungmühle in Leichlingen
2018 – 2020                  15. Weiterbildung mit dem Jobcenter im Kreis Borken 

Weiterbildung in Systemischer Therapie und Familientherapie
2003 – 2006                    1. Weiterbildung in der Akademie Remscheid
2006 – 2009                    2. Weiterbildung in der Akademie Remscheid
2012 – 2013                    3. Weiterbildung in der Hasensprungmühle in Leichlingen
2014 – 2016                    4. Weiterbildung in der Hasensprungmühle in Leichlingen 

Weiterbildung in Systemischer Supervision 

2010 – 2012                  1. Weiterbildung im CJD Bonn 

Fachtag

2005                 zum Thema Netzwerke in der Akademie Remscheid

Workshops – Fortbildungen – Supervisionen – Konzeptentwicklung

Wir waren und sind für zahlreiche Bildungsträger und Träger sozialer Arbeit tätig, u. a.

  • Lehrhaus der Grafschafter Diakonie in Moers / Kamp-Lintfort
  • Referat Bildung und Entwickeln im Sozialwerk St. Georg
  • Diakonie-Institut für berufliche Bildung in Düsseldorf
  • Jugendberatung und Jugendhilfe e.V. Frankfurt (JJ)
  • Jobcenter im Kreis Borken, München, Nürnberg
  • Kreis Mettmann – Referat Schulsozialarbeit
  • Deutsches Rotes Kreuz im Kreis Borken
  • Kaiserswerther Seminare Düsseldorf
  • PTV Dortmund

Qualitätssicherung

 Im Sinne der Optimierung unserer Dienstleistung und unserer persönlichen Entwicklung haben wir uns zur kontinuierlichen eigenen Fortbildung verpflichtet, die sowohl das Studium aktueller Fachliteratur als auch die Teilnahme an einschlägigen Seminar-, Bildungsangeboten und an Fachtagungen umfaßt.

Die Qualität unserer Kurse haben wir einerseits mit den vom Wenger Mühle Centrum übernommenen DGSF anerkannten Curricula und durch die unmittelbare Beurteilung unserer Dienstleistung durch unsere Kunden / Teilnehmer sichergestellt.
Hierzu nutzen wir neben kreativen Feedback-Aufforderungen die Evaluationsbögen der DGSF. Die auf diese Weise generierten Informationen werden im Rahmen unserer regelmäßigen (Leitungs-) Teamsitzungen reflektiert und dienen somit der rekursiven Weiterentwicklung unserer Programme.

Qualitätszirkel

Der DGSF Qualitätszirkel trifft sich 2-3mal pro Jahr mit den VertreterInnen der folgenden Institute zu einem fachlichen Austausch in einem Qualitätszirkel:

Kaiserswerther Seminare, Dr. Wilhelm Rotthaus
Katholische Hochschule Mainz, Prof.in Hanne Kohl
Kath. Hochschule NRW, Abt. Aachen, Prof. Dr. Jörg Baur, Prof.’in Dr. Silvia Hamacher
Katholische Hochschule NRW, Prof.in Renate Zwicker-Pelzer
MSH Medical School Hamburg, Prof. Dr. habil. Holger Lindemann
Evangelische Fachhochschule Darmstadt, Prof. Dr. Marc Weinhardt
koelner institut für Beratung & pädagogische Professionalisierung, Dr. Dirk Rohr
WMC Rheinland Westfalen und Euregio, Hans Räbiger-Stratmann, Marion Pogniuch

Kooperationen

2009 – 2015 bestand eine Kooperation mit dem Bildungswerk des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Borken. Das Bildungswerk bot als Träger die Weiterbildung in Systemischer Beratung an. Das WMC Rheinland Westfalen und Euregio war das durchführende DGSF anerkannte Weiterbildungsinstitut.

2009 – 2015 bestand eine Kooperation mit dem Sozialwerk Gelsenkirchen. Die WMC Zweigstelle bot für deren Mitarbeitende und Teams systemische Fortbildungen und Supervisionen an.

Mit dem Suchthilfe BIZ der NeanderDiakonie im Kreis Mettmann (institutionelles DGSF Mitglied) bestand bis Anfang 2016 eine Kooperation zur Weiterentwicklung des Elterncoaching – Elternpräsenz statt Suchtpräsenz.

Seit 2016 besteht eine Kooperation mit dem Jobcenter im Kreis Borken zur Fort- und Weiterbildung seiner Mitarbeitenden,
seit 2019 mit dem Jobcenter München und seit 2020 mit dem Jobcenter Nürnberg.

Verbandspolitische Aktivitäten

 1988 brachte Hans Räbiger-Stratmann als Webmaster den damaligen Verband DFS erstmals ins Internet unter www.familientherapie.org.
2000 – 2003 hat er als Webmaster die damals neugegründete DGSF mit www.dgsf.org im Internet präsentiert und die erste Online-Mitgliederdatenbank aufgebaut.

Hans Räbiger-Stratmann vertritt das WMC Rheinland Westfalen und Euregio im DGSF Instituterat.

Marion Poganiuch und Isabel Erven arbeiten in der Regionalgruppe Düsseldorf mit.

Von 2016 bis 2019 war Hans Räbiger-Stratmann Sprecher der DGSF Fachgruppe Sucht.

 Veröffentlichungen 

Hans Räbiger-Stratmann hat für das WMC Rheinland 2003-2016 in Kooperation mit dem Suchthilfe BIZ der NeanderDiakonie GmbH im Kreis Mettmann das Elterncoaching „Elternpräsenz statt Suchtpräsenz“ entwickelt.

Zu „Elternpräsenz statt Suchtpräsenz“ wurde beim Deutschen Patent- und Markenamt der Titelschutz angemeldet. www.titelschutzanzeiger.de und siehe dort https://bit.ly/2T90reO.

Auf der Website www.elternpraesenz-statt-suchtpraesenz.de wurden Beiträge zum Elterncoaching – Elternpräsenz statt Suchtpräsenz veröffentlicht:
2014-2016 ein Blog für Eltern und 2016-2018 ein Blog für professionelle Helfer.